Projekte führen Airdrops aus unterschiedlichen Gründen durch. Ein neues Protokoll verteilt Token womöglich, um eine erste Community aufzubauen und seinen Token in die Hände von Menschen zu bringen, die das Netzwerk wahrscheinlich nutzen werden. Ein bestehendes Protokoll belohnt vielleicht Adressen, die eine frühe Version seines Produkts genutzt, einen verwandten Token gehalten oder vor einem bestimmten Datum mit einer bestimmten Anwendung interagiert haben – häufig als Snapshot bezeichnet. Empfänger müssen in der Regel nichts weiter tun, um sich zu qualifizieren, als die vom Projekt gewählten Kriterien bereits erfüllt zu haben, auch wenn manche Airdrops einen zusätzlichen Claim-Schritt erfordern, etwa den Besuch der Projektwebsite und die Bestätigung einer Wallet-Verbindung, um die Token zu erhalten.
Airdrops bergen neben dem Reiz kostenloser Token auch echte Risiken. Betrüger erstellen häufig gefälschte Airdrops, die Nutzer auffordern, eine Wallet mit einer bösartigen Website zu verbinden, eine versteckte Smart-Contract-Berechtigung freizugeben oder zunächst einen kleinen Krypto-Betrag zu senden, um eine größere Belohnung freizuschalten – alles Anzeichen für Betrug, denn seriöse Airdrops verlangen niemals eine Zahlung. Unaufgefordert können auch Token in einer Wallet auftauchen; mit ihnen zu interagieren, auch der Versuch, sie zu verkaufen, kann mitunter einen bösartigen Contract auslösen. Es ist grundsätzlich sicherer, einen Token zu recherchieren, bevor man mit ihm interagiert, statt sofort zu versuchen, ihn zu handeln. Per Airdrop erhaltene Token können in vielen Ländern zudem steuerliche Folgen haben, sobald sie empfangen oder verkauft werden, weshalb es sich lohnt, die lokalen Regeln zu prüfen, statt anzunehmen, es handle sich einfach um geschenktes Geld.
Die wichtigsten Punkte
- Airdrops verteilen kostenlose Token an Wallets, meist auf Grundlage früherer On-Chain-Aktivität, Token-Bestände oder eines Projekt-Snapshots.
- Projekte nutzen Airdrops, um eine Community aufzubauen, frühe Nutzer zu belohnen und das Token-Eigentum breiter zu streuen.
- Nicht jeder Airdrop ist seriös; manche sind Phishing-Versuche, behandle Aufforderungen, eine Wallet zu verbinden oder eine Gebühr zu zahlen, deshalb mit Vorsicht.
Häufig gestellte Fragen zu Airdrop
Muss ich zahlen, um einen Airdrop zu erhalten?
Nein. Seriöse Airdrops sind kostenlos. Wenn eine Website dich auffordert, eine Gebühr zu zahlen, deine Seed-Phrase preiszugeben oder eine ungewöhnliche Wallet-Berechtigung freizugeben, um Token zu beanspruchen, werte das als deutliches Warnzeichen für Betrug.
Sind per Airdrop erhaltene Token steuerpflichtig?
In vielen Ländern kann der Empfang oder spätere Verkauf von Airdrop-Token ein steuerpflichtiges Ereignis auslösen. Die Regeln unterscheiden sich je nach Rechtsraum, prüfe daher die lokalen Steuervorgaben oder sprich mit einer Fachperson; dies ist keine Steuerberatung.
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